Blue Yonder: „IT kann gesellschaftlichen Nutzen stiften“

Als Unternehmen, das sich im Kern damit befasst, Daten zu erfassen und zu analysieren, ist es für uns selbstverständlich, uns auch mit den ethischen Aspekten zu beschäftigen. Dabei stellen wir uns vor allem zwei Fragen: Wie können die von uns entwickelten Prognosetechnologien zu einem wünschenswerten gesellschaftlichen Fortschritt beitragen? Und wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit personenbezogenen Daten aus? Die Antwort auf die erste Frage gibt die Technologie selbst. Denn mit unserer Predictive-Analytics-Lösung können Unternehmen den Absatz ihrer Waren sehr exakt vorherbestimmen und damit der Verschwendung von Ressourcen entgegenwirken. Besonders eindrucksvoll ist das am Beispiel von

Lebensmitteln im Einzelhandel nachzuvollziehen. Jeden Tag landen Obst und Gemüse, abgelaufenen Konserven und alte Milch in den Müllcontainern der Supermärkte. Die gesellschaftliche Debatte über diese Form der Verschwendung ist längst entbrannt. „Containern“ – also das Sammeln von Lebensmittelabfällen zur eigenen Ernährung – ist zu einer politischen Protestbewegung geworden. Wer als Händler aber genau weiß, welche Produkte er zu welchem Zeitpunkt in welcher Menge absetzen wird, kann seine Regale sehr viel gezielter bestücken – im besten Fall nur mit dem, was er auch wirklich verkauft.

„Anonymisierung“, „Transparenz“ und „Nutzen“ ist aus unserer Sicht die Antwort auf die zweite Frage. An allen drei Prinzipien sollten sich Unternehmen beim Umgang mit personenbezogenen Daten und deren Eigentümern, sprich den Kunden, jederzeit orientieren. Vorrang hat hier die Anonymisierung: Wo möglich, sollten persönliche Daten verschlüsselt werden, damit sie nicht mehr zuzuordnen sind. Transparenz verstehen wir so, dass die Kunden die Möglichkeit haben nachzuvollziehen, was mit ihren Daten geschieht. Und mit Nutzen meinen wir das, was der Kunde als Gegenleistung erhält – beispielsweise Angebote, die genau auf seinen Bedarf zugeschnitten sind. So prognostiziert etwa dunnhumby, ein Tochternehmen des britischen Einzelhandelskonzerns Tesco, die künftigen Einkäufe der Kunden. Sie können daran erinnert werden, dass das Waschmittel bald ausgeht. Oder sie erhalten individuelle Angebote zu den Produkten, die sie gerade benötigen.

Autor: Dunja Riehemann, Director Marketing bei Blue Yonder

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