Archiv für den Autor: Dunja Koelwel

Gütesiegel für Psychotherapie-Angebote im Internet verabschiedet

Beitrag in „Gesundheitsstadt-Berlin“: Im Internet tummeln sich immer mehr Psychotherapie-Angebote. Viele davon können nützlich sein, doch nicht alle erfüllen die notwendigen Qualitätsrichtlinien. Auf der Delegiertenkonferenz des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen wurde nun die Einführung eines Qualitätssiegels für psychologische Angebote im Internet verabschiedet. … mehr

 

Ärzteschaft will Digitalisierung des Gesundheitswesens mitgestalten

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens entwickelt sich rasant und berührt viele Kernbereiche des ärztlichen Berufsbilds. Sie hat das Potenzial, sowohl die Prozesse als auch grundsätzliche Prinzipien der gesundheitlichen Versorgung zu verändern. Der 120. Deutsche Ärztetag in Freiburg hat sich intensiv mit den Chancen und Risiken der neuen technischen Möglichkeiten beschäftigt und keinen Zweifel daran gelassen, dass die Ärzteschaft die Veränderungsprozesse aktiv mitgestalten will. Notwendig sei eine Digitalisierungsstrategie, die unter anderem ethische Grundlagen zum Umgang mit neuem Wissen und Methoden schafft, die Rolle digitaler Methoden in der Gesundheitsversorgung sowie Grundsätze des Datenschutzes definiert und Antworten auf offene Finanzierungsfragen bietet, berichtet „Diabsite.de“. … mehr

 

PR-Ethik: „Unsicherheit in digitalen Medien ist groß“

Ein Bericht im „derStandard“: Intransparenz bei den Absendern von Botschaften in digitalen Medien war das wichtigste Thema des PR-Ethikrats 2016. Die Zahl der Beschwerden hat sich seit 2015 verdoppelt – allein 34 waren es im vergangenen Jahr. Seit Gründung 2008 halte man damit bei 170 Beschwerden, zog die Vorsitzende des Selbstkontrollorgans, Gabriele Faber-Wiener, Bilanz. … mehr

 

Gewusst wie: So schützt du deine Daten vor Google

Daten sind das neue Öl. Diesen Satz liest man immer häufiger. Zu recht, denn er ist wahr. Wie du dein kostbarstes Gut, deine persönlichen Informationen und Daten, vor Google und seinen Trackern am besten schützt, erklärt „BasicThinking“ in dieser Ausgabe des „Gewusst wie“ -Formats. … mehr

 

Ethikrat-Vorsitzender über Zukunftstechnik: „Beim Abzapfen des Gehirns ​ist eine Grenze erreicht“

Der Deutsche Ethikrat wird im Juni erstmals über Zukunftstechnik diskutieren, nämlich über die  gesellschaftlichen Veränderungen durch selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, vernetzte Haushaltsgeräte und autonome Waffensysteme.BILD sprach mit dem Vorsitzenden Prof. Peter Dabrock. … mehr

 

Lern-Apps machen Kinder nicht klüger

Die meisten Bildungs-Apps für Kinder haben einen zu geringen Lerneffekt, wie eine neue Studie der Swinburne University zeigt. Laut Studienleiterin Kate Highfield sind viele Faktoren an den Apps zu verbessern: „Viele Applikationen haben einen zu einfachen Inhalt, deshalb wiederholen Kinder nur das, was sie schon wissen, anstatt Neues zu erlernen.“ Das berichtet „Pressetext“. … mehr

 

Neurotechnologie: Brauchen wir neue Menschenrechte?

Rasante Fortschritte in vielen Bereichen der Technologie machen es nötig, Rechte neu zu definieren und Gesetze neu zu schreiben, die klären, was erlaubt und was unangemessen ist. Anstatt auf neue Herausforderungen nur zu reagieren, sollten wir uns frühzeitig überlegen, welche Rahmenbedingungen wir für neue Technologien schaffen, ist in „Politik Digital“ zu lesen. … mehr

 

Bitcoins: Fünf Bereiche, die Blockchain verändern wird

bitcoinSie gilt als überaus sicher und transparent: die Blockchain. Versucht ein Unbefugter, sie zu hacken, agiert sie wie eine Hydra, der ein Kopf genommen wird – bei einem partiellen Angriff auf die Blockchain werden umgehend neue Verschlüsselungen erstellt, die ihren Inhalt schützen.

Mit dieser Eigenschaft sind Blockchains besonders attraktiv für die Verarbeitung von sensiblen Daten sowie als transparentes Transaktionsprotokoll. Ralf Reich, Head of Continental Europe bei Mindtree, gibt einen Überblick über die zukunftsfähigsten Bereiche der Blockchain-Nutzung.

1. Finanzsektor

Das System der Blockchain ist eng mit der Entwicklung von Bitcoin verbunden, die sich als bekannteste rein virtuelle Währung etabliert hat. So kann die Blockchain beispielsweise Transaktionskosten bei Auslandsüberweisungen reduzieren.

Individuelle Geldgeschäfte sind für alle Beteiligten transparent, wobei die besondere Sicherheitsstufe der Blockchain durch ihre umfassende Verschlüsselung eine essentielle Rolle spielt. Damit wird, wie es schon Bitcoin vormacht, die Privatsphäre der Teilnehmer gewahrt – die Transaktionen sind offen sichtbar, die Verantwortlichen dafür jedoch nicht. Die dezentrale Struktur der Blockchain macht also eine Zentralbank überflüssig, wenn alle Kontrolle über die Währung haben.

2. Vertragswesen

Bei einer auf Blockchain basierenden Plattform können zudem Verträge sicher hinterlegt werden. Weil eine erstmal angelegte Blockchain unveränderlich ist, sind auch die Vertragsinhalte für alle Parteien geschützt.

Damit ist der Grundstein für die Einrichtung von Smart Contracts gelegt. Blockchain-Entwickler träumen bereits von den wunderbaren Möglichkeiten für Vertragsschlüsse. Autoverkäufe lassen sich per Smart Contract absichern: hält der Käufer eines Fahrzeugs seine vertraglichen Verpflichtungen nicht ein, wird das Fahrzeug darüber informiert und verriegelt sich automatisch dauerhaft.

Durch einen dann generierten Code oder eine folgende Multifaktorauthentifizierung kann der Verkäufer es wieder entsperren. Mit der Einbindung von physischen Objekten in das Internet, sprich der Existenz von Smart Objects, entstehen auch neue rechtliche Gegebenheiten. Vertragsbedingungen werden also umgehend computergesteuert verwirklicht und damit garantiert.

3. Immobilienmarkt

Einen Grundbucheintrag abzuändern ist mit einigem Aufwand verbunden – und besonderen Kosten. Mit der Nutzung von Blockchain als einem transparenten und sicheren Medium wird der Notar in Zukunft überflüssig und Kosten reduzieren sich drastisch.

Auch zur direkten Nachverfolgung bei Mietverträgen eignet sich eine Plattform, die über Blockchain läuft. Wird gleichzeitig ein Bezahlsystem genutzt, können alle Zahlungen wie Miete, Kaution und sonstige Ausgaben detailliert protokolliert und direkt dem Vertrag zugeordnet werden. Damit liegen alle wichtigen Informationen nachvollziehbar sicher und trotzdem anonym ab.

4. Healthtech

Mit der Verlegung eines Patienten in ein anderes Krankenhaus gehen leider oftmals essentielle Informationen über die Krankengeschichte verloren. Doch längst haben Krankenhäuser ihre Patientenakten online organisiert, um sie ständig bei sich zu haben. Werden diese nun in einer Plattform mit einer Blockchain gespeichert, sind alle Informationen für jeden Arzt, der Zugriff erhält, verfügbar.

Details gehen nicht mehr verloren und sogar die dazugehörigen Arztrechnungen kann der Patient einsehen, um damit seinen Anspruch bei der Versicherung geltend zu machen. Auch Patientenverfügungen können dort abgelegt werden, um für den Ernstfall überall abrufbar zu sein.

5. Staatswesen

Sogar für die Organisation innerhalb eines Staates kann Blockchain wertvolle Beiträge leisten. Sie kommt beispielsweise bei der Absicherung von Wahlvorgängen durch Kryptographie zum Einsatz, um potentielle Cyberangriffe zu minimieren. Geburts- und Heiratsurkunden können offiziell eingereicht werden – ohne die Beglaubigung eines Notars zu benötigen. Prognosen zufolge sollen überdies in weniger als zehn Jahren gar Lohnsteuern durch Blockchain eingesammelt werden.

Estland hat seit 2015 mit einem einzigartigen E-Residency-Programm begonnen, das auf Blockchain basiert, und damit eine Vorreiterrolle eingenommen. Jeder Mensch auf der Welt kann dadurch einen virtuellen Wohnsitz mit einer digitalen ID in Estland anmelden, womit ihm diverse Services der Regierung zur Verfügung stehen: Firmengründung, Einreichung von Steuererklärungen und die Anmeldung von Patenten sind nur einige der Möglichkeiten.

Fazit

Diese fünf großen Bereiche zeigen nur einen kleinen Teil der Chancen, die Blockchain-basierte Plattformen bieten. Mit der voranschreitenden Digitalisierung der Welt geht auch die Notwendigkeit für sichere, digitale Prozesse einher.

Doch bis Blockchain für eine zentrale Währung oder die Organisation eines Staates eingesetzt werden kann, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Die Entwicklung von Systemen läuft auf Hochtouren, etliche Start-Ups sprießen aus dem Boden und erforschen die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten, die sich durch den Gebrauch von Blockchain eröffnet.

Aktuelles Urteil: Nachlass im Internet und in sozialen Medien

Ein 15-jähriges Mädchen stirbt und die Mutter darf nicht auf sein Facebook-Konto zugreifen. Das hat das Kammergericht Berlin ganz aktuell entschieden – wenn auch noch nicht rechtskräftig (Az.: 21 W 23/16).

Die Entscheidung sorgt für Verwirrung. Doch was kann man tun, wenn man nach dem eigenen Ableben nicht ewig in den unendlichen Weiten des Netzes schweben möchte? Ein eindeutiges Testament hilft – oder eine entsprechende Einstellung im eigenen Facebook-Profil. Arag-Experten sagen Ihnen, wie Sie Ihr digitales Erbe am besten ordnen.

Erben handlungsfähig machen

Wenn Sie ein Testament machen, sollten Sie nicht nur Verfügungen über Geld, Wertgegenstände und Immobilien treffen, sondern am besten auch Ihren digitalen Nachlass ordnen.

Dann erleben die Erben keine Überraschungen – beispielsweise mit Verträgen für Online-Dienste, die weiterlaufen und bezahlt werden müssen – und sind vor allem schnell handlungsfähig. Dabei wäre ein erster vernünftiger Schritt, eine oder mehrere Vertrauenspersonen zu benennen, die sich – analog zum Nachlassverwalter auf Facebook – kümmern sollen.

Überlegen Sie, was mit Ihrem E-Mail-Postfach, dem Facebook-Profil oder Ihrer digitalen Fotosammlung passieren soll. Alles löschen? Welche Verträge sollen weiterbestehen, welche gekündigt werden? Dafür müssen diese erst einmal gefunden werden. Daher befähigen Sie am besten die Ihnen vertrauten Menschen, in Ihrem Sinne zu handeln. Indem Sie besprechen, was zu tun ist und indem Sie ihnen Passwörter zugänglich machen. Oder zumindest mitteilen, wo Sie diese hinterlegt haben.

Passwörter sinnvoll hinterlegen

Passwörter in einem Safe oder Bankschließfach deponiert, lassen sich übrigens einfacher ändern, als wenn Sie bei einem Notar lagern. Denkbar wäre auch ein verschlüsselter USB-Stick oder ein Passwort-Manager, mit dem Sie Ihre Codewörter verwalten können. Vielleicht ist Ihnen wohler, einen Rechtsanwalt oder Notar insgesamt mit der Verwaltung Ihrer Daten zu bevollmächtigen, da diese zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Diese Tätigkeit ist allerdings gebührenpflichtig.

Facebook: Neue Einstellung im Profil

Facebook will seinen Nutzern das Verwalten ihres digitalen Nachlasses erleichtern: Mitglieder können Facebook im Voraus über die Einstellungen mitteilen, ob ihr Konto in den sogenannten Gedenkzustand versetzt werden soll. Außerdem kann ein digitaler Nachlassverwalter ernannt werden, der das in den Gedenkzustand versetzte Konto nach dem Tod weiterführt.

Die so ernannten Verwalter können dann zum Beispiel den Tod des Nutzers auf dessen Facebook-Seite bekannt geben und Bilder posten. So kann eine Art Gedenkstätte im Netz entstehen. Sie können sich allerdings nicht auf dem Facebook-Konto anmelden und auch nicht die Nachrichten des Verstorbenen lesen.

Dass Facebook dies in seinen Regelungen zu Recht ausschließt, hat das Kammergericht Berlin in seinem aktuellen Beschluss festgestellt. Denn ein Zugriff der Erben auf die Inhalte des Kontos verstoße gegen das Fernmeldegeheimnis. Alternativ können Nutzer in den Einstellungen aber auch auswählen, dass das Konto im Todesfall gelöscht wird. So soll verhindert werden, dass Verstorbene nicht mehr bei den automatisch erzeugten Vorschlägen für neue Freundschaften auftauchen, was oftmals für Verstörung sorgte.

Terminhinweis: Smart Cities – Wie werden wir leben, wohnen und arbeiten? (26.-28.09.2017 / Berlin)

Die seit geraumer Zeit geführte Diskussion über Smart Cities oder auch digitale Städte gewinnt spürbar an Dynamik. Mittlerweile liegen vielfältige Erfahrungsberichte aus der Praxis und nachhaltige Forschungsergebnisse vor. Auf der diesjährigen Messe Intergo in Berlin (26.-28.9.) wird der wachsenden Bedeutung durch einen Themenschwerpunkt im Kongress und einem eigenen Angebotsbereich mit dem Titel Smart City Solutions innerhalb der Fachmesse Rechnung getragen.

Erstmals in diesem Jahr beteiligt sich die Morgenstadt-Initiative unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO an der Intergo. „Wir wollen die Initiative noch stärker ins Bewusstsein der städtischen Vertreter und Unternehmen bringen und uns mit der Geo-Branche in unserem Innovationsnetzwerk verbinden. Dafür bietet die Intergo national, wie auch im europäischen Kontext eine hervorragende Chance“, meint Projektdirektor Alanus von Radecki vom Fraunhofer IAO in Stuttgart, welches das Verbundprojekt bestehend aus 15 internationalen Städten, 24 internationalen Unternehmen und 11 verschiedenen Fraunhofer-Instituten, leitet.

Im Intergo-Kongress nimmt das Smart City Thema nach der großen Resonanz im vergangenen Jahr in Hamburg wieder einen breiten Raum ein. Hier werden insbesondere die Schwerpunkte ‚Energie’ und ‚Mobilität’ thematisiert. DVW-Präsident Prof. Dr. Hansjörg Kutterer betont, dass im Bereich der Mobilität insbesondere hochgenaue Umgebungsinformationen und deren Visualisierung einen wichtigen Entwicklungsschritt bedeuten. Im Themenbereich Energie gehe es, so Kutterer, vor allem um die Frage, wie der Energiefluss in einer Stadt gestaltet, Energie optimiert und der Verbrauch minimiert werden kann.

Die rund 550 Aussteller setzen in diesem Jahr nochmals stärker auf das Zukunftsfeld Smart City. „Dies wird sich in vielen Präsentationen sichtbar niederschlagen“, so Daniel Katzer, Projektleiter der Intergo. „Die Verbindung von Geodaten und dem Digitalisierungsprozess ist eines der Schlüsselthemen der Intergo. Daher passt die Beteiligung der Morgenstadt Initiative hervorragend mit der derzeitigen Projektphase zusammen.“

Im Innovationsnetzwerk Morgenstadt werden die Erfahrungen aus mehr als 30 Smart City Projekten gesammelt und ausgewertet. Eines davon ist das durch die EU-Kommission geförderte Projekt TRIANGULUM, das anhand konkreter Vorreiterkonzepte in Manchester, Eindhoven und Stavanger eine Blaupause für weitere Städte geschaffen hat. Praktische  Erfahrungen daraus werden präsentiert und weitergeben.

Die Intergo findet vom 26. bis 28. September 2017 in der Messe Berlin statt.

Das Ende des Plagiats – die Zukunft des geistigen Eigentums

20170516_Die_Zukunft_des_geistigen_EigentumsDie Marktbewertung von Unternehmen beruht zu fast 87 Prozent auf immateriellen Werten wie geistigen Eigentumsrechten und gewerblichen Schutzrechten (Intellectual Property / IP). Die zuständigen Behörden weltweit wie Patent- und Markenämter können mit der ständig steigenden Menge an Schutzrechten kaum noch Schritt halten.

Auch Unternehmen müssen sich auf immer kürzere Innovationszyklen einstellen und deshalb immer schneller immer mehr anmelden. Künftig werden Unternehmen ihr geistiges Eigentum verstärkt eigenständig generieren, nutzen und letztlich auch schützen.

Technologien wie künstliche Intelligenz oder Blockchain

Technologien wie künstliche Intelligenz oder Blockchain ergänzen zunehmend die etablieren Schutzmechanismen von Behörden und Unternehmen. Innovation entsteht künftig immer stärker in der Interaktion mit dem Kunden. Kommunikation ist die Basis und Daten sind die Substanz für neues geistiges Eigentum.

Die Folge: der Tod des Plagiats.

Die Gemeinschaftsstudie „Die Zukunft des geistigen Eigentums“ des Trendforschungsinstituts 2b AHEAD und der Dennemeyer-Gruppe gibt 28 Strategieempfehlungen für Unternehmen, die das Potenzial ihres geistigen Eigentums voll ausschöpfen wollen.

„Die Digitalisierung wird auch das Management des geistigen Eigentums in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Für Unternehmen bieten Technologien wie Blockchain oder künstliche Intelligenz Chancen“, erläutert Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors, Leiterin der IP-Beratung Dennemeyer Consulting. „Sie können sich bei immer mehr Aufgaben von intelligenten Technologien unterstützen lassen, um so von der ständig wachsenden Zahl an Schutzrechten wie Patenten, Marken, Designs oder Gebrauchsmustern nicht überfordert zu werden.“

Das ist eines der Ergebnisse der neu veröffentlichten Trendstudie „Die Zukunft des geistigen Eigentums“ des Leipziger Trendforschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank und der Dennemeyer-Gruppe, einem Full-Service-Dienstleister für die IP-Branche. Die Studie zeigt, wie Unternehmen durch den Einsatz von Technologie in Zukunft geistiges Eigentum generieren, managen, schützen und nutzen.

Sie zeigt aber auch, wie das bestehende Schutzrechtssystem dadurch unter Druck gerät. Die Studie gibt 28 präzise Strategieempfehlungen, wie IP-Manager, Patentanwälte und Innovationsverantwortliche aller Branchen ihre Zukunft aktiv gestalten können. Die qualitative Delphi-Studie basiert auf den Aussagen ausgewählter Experten. Sie sind Wissenschaftler, Patentanwälte mit unterschiedlichen Branchenspezialisierungen, Innovationsleiter und Technologieanbieter.

Der Wandel des Schutzrechtssystems

Die Studie stellt fest: Die Innovationszyklen der Unternehmen werden kürzer, die Entwicklungsgeschwindigkeit steigt. Unternehmen bringen immer schneller neue Produkte auf den Markt. Konträr dazu dauert ein durchschnittliches Patentverfahren 24 bis 30 Monate. Es entsteht ein Geschwindigkeitsgap, welches Patent- und Markenämter zunehmend unter Druck setzt.

„Sofern Patent- und Markenämter das Bedürfnis der Unternehmen nach Geschwindigkeit nicht bedienen, werden diese eigene Lösungen entwickeln. Sie werden auf der Basis neuer Technologien – wie etwa der Blockchain – Parallelsysteme herausbilden. Der IP-Sektor re-reguliert sich dann de facto selbst“, sagt Michael Carl, Managing Director Research & Analysis des 2b AHEAD ThinkTanks und einer der Autoren der Studie.

Know-how wird zum Erfolgsträger von Unternehmen

Eine zentrale Erkenntnis der Studie ist, dass der entscheidende Teil des geistigen Eigentums eines Unternehmens in den Köpfen der Mitarbeiter steckt. Ihr Know-how wird zum Erfolgsträger von Unternehmen.

Dabei treiben Projektarbeiterschaft und eine hohe Fluktuation in Unternehmen digitale Lösungen voran, um das benötigte Know-how im Unternehmen schneller und besser auszuwählen und letztlich zuverlässig zu speichern. „Die Voraussetzung dafür ist ein Omni-IP-Management. Vom Know-how über Schutzrechte bis hin zu allen weiteren Daten- und Informationspunkten wird hier das Wissen eines Unternehmens gespeichert, vernetzt, nutzbar gemacht und letztlich weiterentwickelt“, sagt Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors.

Geistiges Eigentum entsteht in Zukunft in der Interaktion mit dem Kunden.

Daten sind die Substanz des geistigen Eigentums der Zukunft. Der Kunde rückt in den Fokus der Produktentwicklung. Mit dem Internet der Dinge entstehen neue Orte, an denen Daten über den Kunden erhoben werden. Diese ermöglichen es, die Wünsche des Kunden zu erkennen und letztlich Produkte und Dienstleistungen an diese anzupassen.

Indem etablierte Anbieter diese neuen Möglichkeiten der Individualisierung bereits nutzen, zwingen sie auch ihre Wettbewerber dazu, diesen Schritt zu gehen. Tun sie dies nicht, wird der Kunde sie über kurz oder lang nicht mehr als relevant wahrnehmen. Michael Carl, erläutert: „Kunden erwarten individuelle Produkte, die sich laufend ihren Bedürfnissen anpassen. Eine Voraussetzung dafür ist eine stete Interaktion mit dem Kunden. Mit den Daten der Kunden entsteht das Produkt der Zukunft. Ausgehend vom geistigen Eigentum entsteht eine Produktklasse, die nicht mehr kopierbar ist.“

Der Tod des Plagiats

Ein Produkt wird in Zukunft in dem Moment fälschungssicher, in dem die Daten des Kunden direkt in das Produkt einfließen, dort verarbeitet werden und das Produkt sich automatisch den situativen Bedürfnissen des Kunden anpasst. Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors: „Indem Kunden Produkte nutzen und sich Produkte durch und während der Interaktion mit dem Kunden entwickeln, wird die Nutzung selbst zum Schutzmechanismus.“ Michael Carl ergänzt: „Eine aus Kundensicht wertvolle interaktive Lösung ist immer ein Original. Konkret bedeutet das den Tod des Plagiats.“

forcont: Warum man sich mit dem Thema Digitalisierung und Mobilität auseinandersetzen sollte

DigitaleTransformation_Fotolia_©apinan

DigitaleTransformation_Fotolia_©apinan

Digitalisierung und Mobilität – macht doch schon jeder. Stimmt das wirklich? Und was genau passiert in mittelständischen Unternehmen in dieser Richtung? Klar ist, dass sich die Geschäftskommunikation im Wandel befindet: Im digitalen Zeitalter verschwinden unter anderem immer mehr die Grenzen zwischen Dokumenten und Daten.

Was der Mittelstand bezüglich der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen aber tatsächlich denkt – und was er bereits tut –, machen Statements von Teilnehmern der forconference 2017 deutlich.

Das Softwarehaus forcont, Spezialist für Enterprise Content Management (ECM), hat diese bei seiner letzten Fach- und Anwenderkonferenz befragt und ihre Äußerungen in einem Video zusammengestellt.

Digitalisierung und Mobilität gehören zusammen

 Die Meinungen der forconference-Teilnehmer zeigen auf, warum man Digitalisierung und Mobilität im selben Atemzug nennen muss. Denn der Wunsch nach mobilem Zugriff und flexiblen Prozessen ist nicht selten der eigentliche Treiber für die Digitalisierung im Unternehmen. Deutlich wird aber auch: Digitalisierung ist kein Selbstläufer.

Ein pragmatischer Ansatz, der das Machbare im Auge behält und Anwender durch Quick Wins überzeugt – etwa in Gestalt digitaler Akten statt abgehefteter Papierbogen –, hat es oft leichter, der Digitalisierung im Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen.

Ein aussichtsreicher, aber oft noch unterschätzter Ausgangspunkt für eine Digitalisierungs-strategie im Unternehmen besteht in einem modernen, cloudbasierten Dokumentenmanagementsystem (DMS). Damit lassen sich alle relevanten Unternehmensunterlagen – von Verträgen über Personalakten bis hin zu Projektdokumenten – digital und somit auch mobil verwalten.

Durch Mobilität zur Digitalisierung

Größere Mobilität und Flexibilität stellen in vielen Unternehmen heute wesentliche Gründe dafür dar, warum sich Stakeholder von Digitalisierungsschritten überzeugen lassen, seien es die Management-Ebene, Mitarbeiter oder Kunden. Ebenso wie Kunden heute oft nach einer Digital User Experience verlangen, die mobil, einfach und sicher ist, legen auch immer mehr Mitarbeiter Wert auf einen Digital Workplace, an dem ihnen digitale Prozesse flexibel und in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Darum sind Cloud-Dienste und -Plattformen ein zentraler Baustein moderner ECM-Strategien. Madlen Paul, Projektleiterin und Key Account Managerin bei Apleona GmbH (früher Bilfinger Real Estate), formuliert dies im Video beispielsweise so: „Ich persönlich habe einen Mehrwert daraus, weil ich wesentlich flexibler in meiner Arbeit bin. (…) iPad oder Laptop in die Tasche gepackt und los geht’s, auf Dienstreise oder wo auch immer hin.“

Kein Wandel ohne Widerstand

Die Teilnehmerstimmen vermitteln aber auch, dass Digitalisierung nicht immer von heute auf morgen Früchte trägt. Keynote-Speaker Dr. Carlo Velten, Senior Analyst und CEO von Crisp Research , sagt dazu: „Das Management sollte nicht erwarten, dass man innerhalb von drei Monaten das ganze Unternehmen umgebaut hat, dass man doppelt so viel Umsatz macht.“ Vielmehr sei es wichtig, sich realistische Ziele zu stecken, „vielleicht auch bestimmte einfache und sehr pragmatische Dinge anzugehen. Und deswegen ist das Thema Dokumentenmanagement natürlich ein ganz wichtiges: Überall dort, wo ich mit vertretbarem Aufwand Papier umwandeln kann in digitale Formate und digitale Akten, ist das, wie man so schön sagt, eine low-hanging fruit.“

Und wenn man es dann noch schaffe, diese Dinge auch in die Geschäftsprozesse mobil einzubinden, sodass sie vor Ort immer auf den gängigen mobilen Endgeräten, ob Laptop oder Tablet, zur Verfügung stehen, dann, so Dr. Velten, sei auch die Akzeptanz bei den Usern meist sehr hoch.

Studie: In welcher Stadt lohnen sich Home-Sharing, Car-Sharing und Co.

CamperShow-1050x550Privates An- und Vermieten spielt mittlerweile eine bedeutende Rolle in der Weltwirtschaft. Immer mehr Menschen wollen ihr selten genutztes Eigentum vermieten. So entstehen nicht nur spannende Urlaubserlebnisse, sondern auch neue Investitionsmöglichkeiten für Investoren und Privatpersonen.

SHAREaCAMPER hat daher den Anlagerendite-Index 2017 erstellt, um zu zeigen, welche Städte und Märkte die höchsten Anlagerenditen durch Privatvermietung bieten. Wir hoffen, dass diese Recherche noch mehr Menschen dazu ermutigt, die Vorteile von Privatvermietungsplattformen zu nutzen. Auch soll es Stadtverwaltungen dabei helfen, Entscheidungen über Gesetze und Regulierungen besser informiert zu treffen.

Index vergleicht den Marktpreis mit dem Preis privater Vermietungen

Der Index vergleicht den Marktpreis mit dem Preis privater Vermietungen in 31 Städten mit einer gut entwickelten Privatvermietungs-Wirtschaft. Die Preise beinhalten die gängigen Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung von über 1.000 zu vermietenden Besitztümern (Umrechnungskurse vom 15. April 2017). Die Städte wurden nach der Amortisationszeit der Investitionen aufgelistet. Hierbei wurde die Mietauslastung des Privateigentums berücksichtigt. Die Standardauflistung in der Spalte „Ranking” listet die Städte nach der durchschnittlichen Amortisationszeit über alle Märkte (Eigenheime, Wohnwagen, Boote etc) hinweg.

„Privatvermietung bietet einzigartige Erlebnisse und viel Flexibilität. Durch private An- und Vermietungen kann jeder besondere Erinnerungen im Camper, Auto, oder Boot sammeln, ohne diese besitzen zu müssen. Privatpersonen können außerdem Anlagen abbezahlen, indem sie ihr selten genutztes Eigentum vermieten”, sagt SHAREaCAMPER-Geschäftsführer Florian Dahlmann. „Eine besonders interessante Erkenntnis ist, dass es unnötig ist, überteuerte Preise für die Vermietung zu verlangen, um die Anlagen abbezahlen zu können. Somit profitieren alle Beteiligten. Wir hoffen, dass wir es durch diese Studie schaffen, noch unterentwickelte Privatvermietungsmärkte anzukurbeln.”

Die Digitalisierung des Autos überfordert den Fahrer

Autor Felix Reek schreibt in der „Süddeutschen.de“: Ein Touch auf das Smartphone genügt. Dann öffnet sich die neue Mercedes E-Klasse. Per NFC, einem Übertragungsstandard zum Austausch von Daten über kurze Strecken, kommuniziert das Handy mit dem Auto. Ein Schlüssel ist überflüssig, gibt es aber noch weiterhin. Wer will schließlich genau dem Gerät, dessen Akku permanent leer ist, die alleinige Hoheit über sein Auto verleihen? … mehr